Es sind die Naturklänge, die uns so sehr berühren, dass wir Hühnerhaut bekommen. Davon ist Peter Roth überzeugt und hat es in einem Kurs, in dem er seine Musik vorstellte, anschaulich gezeigt.

Zum Kurs hatten der Katholische Kirchenmusikverband Thurgau (KKVT) und der Verband der evangelischen Kirchenchöre im Thurgau (VEKT) am Samstag 12. Juni eingeladen. Achtzig Sängerinnen und Sänger folgten der Einladung ins katholische Pfarreizentrum Weinfelden. Sie wurden reichlich belohnt.

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Mit einem Hackbrettstück eröffnete Peter Roth den Kurs. Damit zeigte der Komponist und Musiker wie sehr ihn die Klänge und Rhythmen, die vor und hinter dem Säntis gespielt werden, in seinen Kompositionen beeinflusst haben. In unterhaltsamer Art schilderte er die Entstehung seiner ersten Werke. Als er dann mit den Sängerinnen und Sängern die ersten Melodien anstimmte und diese sofort mitsangen, war er fast überrascht, dass seine Melodien im Unterland bereits so bekannt sind.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren begeistert von der Musik, den Erläuterungen dazu und vor allem von der eher unscheinbaren Person mit der grossen Ausstrahlung, die mitverantwortlich ist, dass im Toggenburg das Wort „Klang" weit nachhallt.

Klang kann Mauern überwinden in einer Zeit, da zwischen den Religionen wieder Mauern entstehen, Klang kann Frieden stiften! Das sagt der Künstler aus dem Toggenburg wörtlich und dass dies sein echtes Anliegen ist, spüren alle im Raum.

Christine Graf