Die Gastgeber – der Kirchenchor St. Stefan Amriswil – begrüssten die Eintreffenden Delegierten und Gäste mit einem verlockenden Kuchenbuffet und Kaffee.

Chorpräsidentin Edith Wirth und Paul Angehrn stellten Amriswil mit einigen Bilden vor und priesen die Landschaft als „Paradies". Dies nahm Bischofsvikar Ruedi Heim gleich in seiner spontanen Begrüssung auf. Er dankte besonders den Jubilarinnen und Jubilaren und ermutigte uns alle zum Singen und Musizieren zur Ehre Gottes.

Der KKVT bietet neben den Angeboten für Sänger, Chorleiter und Organisten, die gemeinsam mit VEKT und THOV ausgeschrieben werden zwei Lehrgänge an:

Dieter Hubov lehrt interessierte Organisten die Grundlagen des Improvisierens und gibt Tipps für die Gestaltung von Liedvorspielen, Zwischenspielen... Der Kurs ist besonders für Organisten, die in ihrer Ausbildung nur nach Noten spielten zu empfehlen.

Wer neben dem Lektorendienst auch noch vorsingen möchte – im KG gibt es ja viele Lieder, die mit V/A gekennzeichnet sind – ist im Kantorenkurs willkommen. Neben Liedern werden auch Psalmen und Psalmtöne geübt und erklärt. Die Leitung liegt bei Thomas Haubrich und Béa Mory.

Der Vorstand erfuhr einige Veränderungen. Präses Angelika Löhrer ist nach Basel umgezogen; André Simanowski wurde Vater und Bruno Sauder wollte reduzieren. Neu dazugekommen sind Präses Christine Demel, Anne Zorell vom Kirchenrat und Roman Lopar, Kirchenmusiker in Romanshorn.

Das Engagement von Vizepräsident Roberto Alfarè würdigte Überraschungsgast Jean-Marc Vuichard; obwohl als Kirchenmusiker im Nachbarkanton Schaffhausen tätig setzt sich Roberto Alfarè seit über 25 Jahren im Thurgau für eine generationen-übergreifende Kirchenmusik ein und plädiert für eine kollegiale Integration der Kirchenmusiker im Pastoralteam. Als Dank erhielt er eine „silberne" gravierte Stimmgabel.

Mit ein paar Fotos schaute die Projektverantwortliche Béa Mory zurück auf den 21. Mai, den Cantars-Konzerttag, der ebenfalls in Amriswil durchgeführt worden war. Die grosse Arbeit des OK und der Einsatz der Chöre wurden nochmals offiziell verdankt und gewürdigt. Das OK erhält je eine Flasche Cantars-Wein, für die Chöre stehen auf den Tischen Gewürzmischungen, Dankeskarten und Töpfchen mit Kresse und Schoggiherzen bereit.

Mit der Einladung zur SOKIMUWO 2012, der Bitte das Heft Musik + Liturgie zu abonnieren oder zu verschenken und einigen Infos aus KMV und SKMV schliesst Béa Mory die Versammlung.

Da Präses Christine Demel im Abendlob eine Kurzpredigt halten wird, fällt das Schlusswort sehr kurz aus: „Was hat Cäcilia mit der Orgel zu tun?" ist das Rätsel, das sie uns mit in die Pause gibt.

Dass Singen gut tut und fit hält bewiesen die 27 Sängerinnen und Sänger aus den Kirchenchören des Verbands, die schon mehr als 35 Jahre singen; sie wurden in festlichem Rahmen geehrt und erhalten je eine Urkunde, eine Rose und ein Glaskreuz.

Unterstützt vom Kirchenchor St. Stefan feierten wir ein Abendlob mit englischen Chorsätzen. Thomas Haubrich wirkte als musikalischer Leiter, Präses Christine Demel und Anne Zorell gestalteten die Texte, Dieter Hubov schlug die Orgel und Präsidentin Béa Mory übernahm das Amt der Kantorin.

Christine Demel lüftete das Geheimnis um die Orgel und Cäcilia: „Während die Musikinstrumente (organis) erklangen, sang Cäcilia in ihrem Herzen nur zu Gott gewandt". Die Orgel ist also nicht das Wesentliche, sondern das Herz. Die Orgel steht als das Instrument, das für die Kirche typisch ist – stellvertretend für die ganze Palette der Kirchenmusik.

Gott segne euch durch den Nebel – er ist Zeichen seiner Gegenwart.

Gott segne euch durch die Farbenvielfalt des Herbstes – sie ist Zeichen der Vielfalt der Talente.

Gott segne euch durch das Leisewerden der Natur – es ist Zeichen der Stille, in der sich Gott findet.

So segne euch der dreieinige Gott: der Vater durch den Sohn im Heiligen Geist.