Zwischen Juni und Oktober 2016 besuchte eine ansehnliche Schar Organistinnen und Organisten den Improvisationskurs von ThOV und KKVT.

Um es vorweg zu nehmen: es waren mindestens 101 nützliche Tipps die wir vom Kursleiter Thomas Haubrich mit auf den Weg bekamen! Vorausgesetzt, man besuchte lückenlos alle 10 Kurseinheiten. Es musste also eine stattliche Anzahl Samstag-Nachmittage «geopfert» werden. Die Alternativen waren offenbar verlockend: ein sonniger freier Tag am See bzw. in den Bergen oder gar ein Fussballspiel der Europameisterschaft 2016? Zahlreiche Versuchungen waren wohl verantwortlich dafür, dass die Zusammensetzung der Kursteilnehmenden von Samstag zu Samstag sehr dynamisch war.

Improvisation ist ein Thema, das Ängste auslösen kann. Angst vor dem Scheitern, Angst vor der Blamage, dem Blackout, dem Dilettantismus, der Kritik. Aber schon zu Beginn verstand es Thomas Haubrich, unsere Bedenken zu relativieren und zu zerstreuen. Bis zur meisterhaften freien Improvisation wäre es natürlich ein weiter Weg. Doch darum ging es gar nicht in diesem Kurs.

In winzigen Schritten lösten wir uns vom Gerüst des vierstimmigen Chorals und lernten, eigene Ideen und Harmonien in die vorgegebene Melodie einzuflechten. In einem ersten Schritt durch eine ungewohnte Registrierung. Dann durch Umlegen der Sopranstimme (Cantus firmus) auf ein anderes Manual mit entsprechender Soloregistrierung. In einem weiteren Schritt lockerten Alt und Tenor abwechselnd und fast tänzerisch die durch Sopran und Bass dominierten Akkorde auf. Motto: wir basteln uns ein Trio.

Später entwickelten wir den Choral weiter zu einer Suite mit den Teilen Plein jeu - Récit - Gand jeu. Dann erfuhren wir, dass es Choräle gibt, die sich besonders gut für eine Improvisation über einer Quintfallsequenz eignen. Der Begriff mag etwas hochgestochen klingen, die Methode ist jedoch ziemlich einfach. Und beim Publikum sehr wirkungsvoll. Ebenfalls gute Effekte können erzielt werden, indem man einen Choral mit einem freien Orgelwerk mischt. Vorausgesetzt Tonart und Takt passen, kann man zum Beispiel ein kleines Präludium von Bach mit dem von der Gemeinde gesungenen Schlusschoral verweben und schon hat man ein Ausgangsspiel, das so in keinem Notenheft zu finden ist.

Solche Anwendungsbeispiele gibt es zuhauf. Frischen Wind bei den sattsam bekannten Intonationen zum Gemeindegesang. Etwas Abwechslung bei der Begleitung der zweiten oder dritten Strophe. Oder die in England sehr verbreitete «last verse harmony» welche nicht nur bei «Grosser Gott wir loben dich» für Gänsehaut sorgen dürfte. Oder eine Choralbearbeitung Marke «Eigenbau» zu Kommunion oder Abendmahl.

Einen unerwarteten aber sehr angenehmen Nebeneffekt hatte dieser abwechslungsreiche und spannende Kurs für mich persönlich: ich spiele jetzt viel entspannter ab Noten. Ich nehme mir mehr Freiheiten und fürchte mich nicht mehr so sehr vor Fehlern. Denn ob's ein Fehler war, erweist sich bekanntlich erst beim darauffolgenden Ton. Mit der Improvisation habe ich das Werkzeug in der Hand, die Zuhörenden glauben zu lassen der Fehler sei Absicht gewesen.

Herzlichen Dank an Thomas Haubrich für seine versierte aber auch sehr humorvolle Gestaltung des Kurses. Ich habe sehr viel gelernt und meine anfänglichen Bedenken überfordert zu sein waren sehr schnell verflogen. Eine solche Impuls- und Austauschveranstaltung würde ich mir regelmässig wünschen.

Christof Rimle

für ChorleiterInnen und ChorpräsidentInnen von KKVT und VEKT

Cantars Amriswil war ein Highligt in der Verbandsgeschichte des KKVT.

Die Gastgeber – der Kirchenchor St. Stefan Amriswil – begrüssten die Eintreffenden Delegierten und Gäste mit einem verlockenden Kuchenbuffet und Kaffee.

Roberto Alfarè hat den ersten Impuls durch ein beschwingtes Einsingen gesetzt.

Kurs vom 22.1.2011 in Bettwiesen

Am Samstag, den 18. 9. 2010 trafen sich im Katholischen Pfarreizentrum Weinfelden TG wiederum 17 interessierte Musiker/innen, Chorleiter, Organisten und Kirchenchorvorstände, um am Impuls- und Austauschmorgen des KKVT teilzunehmen.

Bericht zum Kurs vom 2. Oktober 2010 in Arbon

... eine Einführung ins Chorheft 2010 des SKGB mit Thomas Rink am 11.9.2010 in Frauenfeld

Bericht über den ersten Kurs des KKVT zur Einführung von Vorsängern und Vorsängerinnen im Katholischen Gottesdienst.

Es sind die Naturklänge, die uns so sehr berühren, dass wir Hühnerhaut bekommen. Davon ist Peter Roth überzeugt und hat es in einem Kurs, in dem er seine Musik vorstellte, anschaulich gezeigt.

Delegiertenversammlung und Zwei-Jahres-Programm des KKVT

Wie jedes Jahr trafen sich am Samstag vor dem Eidgenössischen Buss- und Bettag wiederum zahlreiche Chorleiter/Innen, Organisten/Innen und Chorvorstände zum Impuls- und Austauschmorgen des KKVT.

Sage es mir, und ich vergesse es; zeige es mir, und ich erinnere mich; lass es mich tun, und ich behalte es. Konfuzius

10 Mal erlebten wir inspirierende, intensive und interessante Kursvormittage.

Bruno Sauder hat zwei bzw. drei ganz spezielle Orgeln ausgesucht - zwei davon haben ein "Fernwerk" und die dritte ist ein italienisches Instrument, das Jahrzehnte eingelagert war und in Gossau in den 90iger Jahren eine neue Heimat fand.

Wie jedes Jahr am Samstag vor dem eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag lud der Vorstand des KKVT KirchenmusikerInnen, Vorstandsmitglieder der Kirchenchöre und interessierte Seelsorger zum Gedankenaustausch ins katholische Pfarreizentrum in Weinfelden ein.

Fischingen wurde seiner Pilgertradition gerecht und empfing die Teilnehmer am Sonntag Nachmittag nach der mehr oder weniger langen Anreise im Refektorium mit einem Kuchenbuffet.

Wo - verehrte Damen und Herren - gibt es ein "Nonencornett" zu hören??? Auf der Orgelfahrt der Thurgauer Kirchenmusiker nach Konstanz!

Liturgisches Orgelspiel und Improvisation. Als ich nach der Mittagspause vor der Kirche St. Martin in Arbon stehe, kommt mir bei strahlendem Sonnenschein eine angeregt diskutierende Gruppe von Kursteilnehmern entgegen.

In einem ersten Teil gibt es für die 15 hergereisten Kirchenmusiker/innen und Chorpräsident/innen praktische Anregungen. 

Unter dem Patronat des Thurgauer Organistenverbands und des Katholischen Kirchenmusikverbands fuhren am Michaelistag 2006